Arten und Lebensräume

Verantwortungsarten und deren Lebensräume

Die Faltblattreihe 'Im Blick - Unsere Verantwortungsarten' wurde mit den Lebensräumen Moore und Magerrasen sowie strukturreiches Offenland fortgesetzt. Mooren und Magerrasen gemeinsam ist eine ausgeprägte Nährstoffarmut, wobei Moore Extremstandorte in nassen Bereich, Magerrasen jedoch im trockenen Bereich sind. Beide Lebensräume beherbergen eine besondere, meist gefährdete Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die es zu erhalten gilt.

Auch das strukturreiche Offenland mit Hecken, Obstwiesen und -reihen, Teichen und Tümpeln, Feldgehölzen, Allen u.a. Kleinstrukturen ist Lebensraum vieler, früher weit verbreiteter Arten. Durch den Rückgang dieser Lebensräume infolge von neuen Infrastrukturmaßnahmen, neuen Baugebieten, Intensivierung der landwirtschaftlichen Bodennutzung und anderen Aktivitäten, welche die kleinräumig wechselnden und miteinander verzahnten Lebensräume/Habitate zugunsten größerer einheitlicher Bewirtschaftungseinheiten aufgeben, sind die jeweiligen Lebensgemeinschaften und Arten in ihrem Bestand gefährdet

Die Agentur hat den Text der beiden Faltblätter in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, Frau Katharina F. Hof erarbeitet sowie das Layout erstellt. Sie können sich die Faltblätter 'Wald', [301 KB] 'Moore und Magerrsen [1.256 KB] ' sowie 'Strukturreiches Offenland [327 KB] ' hier anschauen und herunterladen. (Oktober 2022)

Verantwortung für Arten und Lebensräume

Die Förderung und Sicherung der Arten und Lebensräume, die nicht alleine durch die Ausweisung von NATURA 2000-Gebieten erreicht werden kann und für die Hessen eine besondere Verpflichtung hat, ist ein wichtiges Ziel der Hessischen Biodiversitätsstrategie. Die Liste der für Hessen bedeutsamen Arten und Lebensräume ('Hessenliste') wurde auf der Grundlage naturschutzfachlicher Kriterien erarbeitet. Den einzelnen Landkreisen wurden zur Umsetzung der regionalen Strategien jeweils Arten und Lebensräumne zugeordnet, für die sie jeweils eine besondere Verantwortung übernehmen.

Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf sind dies:

Pflanzenarten: Acker-Leinkraut, Arnika, Aufrechte Weißmiere, Blattloser Widerbart, Draht-Segge, Feldenzian, Geöhrtes Habichtskraut, Gestreifter Klee, Haarstarng-Wasserfenchel, Kammfarn, Kleines Knabenkraut, Rundblättriger Sonnentau, Sumpfbärlapp

Tierarten: Arktische Smaragdlibelle, Bechsteinfledermaus, Braunkehlchen, Dohle, Edelkrebs, Eisvogel, Flussregenpfeifer, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Gestreifte Quelljungfer, Große Moosjungfer, Hohltaube, Kiebitz, Kleine Zangenlibelle, Kreuzkröte, Laubfrosch, Mopsfledermaus, Neuntöter, Rauhfußkauz, Rotmilan, Schwarzmilan, Schwarzspecht, Sperlingskauz, Uferschwalbe, Weißssstorch, Wespenbussard, Wildkatze

Lebensraumtypen: dystrophe Seen und Teiche, trockene Heiden, Kalk-Trockenrasen, Borstgrasrasen, Pfeifengraswiesen, Flachland-Mähwiesen, Übergangs- und Schwingsrasenmoore, Stieliechen-Hainbuchenwald, Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald, Silikatmagerrasen

Die von der Agentur Naturentwicklung umgesetzten und betreuten Projekte tragen vor allem zur Regeneration von trockenen Heiden und Borstgrasrasen sowie dem Erhalt von an solche Lebensräume angepassten Tier- und Pflanzenarten bei. Einige Projekte unterstützen auch in unserem Kreis vorkommende Tierarten, wie z.B. den Neuntöter oder das Braunkehlchen.

Bilder: Arnika (Andreas Zehm, piclease.de), Bechsteinfledermaus (Günther Hahn, piclease.de), Kleines Knabenkraut (Wilhelm Gailberger, piclease.de), Rotmilan (Erich Thielscher, piclease.de)

Eine Zusammenstellung über die Landkreisarten, deren Lebensräume und Verbreitungen finden Sie hier. [2.019 KB]

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen