Beweidung in der Aspheaue

Von Rind zu Rind ...

Nach fast 20 Jahren in einer Hand fand im Beweidungsprojekt Aspheaue zwischen Niederasphe und Amönau ein Wechsel des Bewirtschafters statt. Zwei junge Nebenerwerbslandwirte aus Oberasphe hatten sich erfolgreich für eine Beweidung beworben und den Zuschlag der Eigentümer erhalten. Ab Juni 2023 werden die Grünlandflächen der Großkoppel nun mit Rotem Höhenvieh im Sinne des Naturschutzes beweidet.
Das Rote Höhenvieh ist eine vor allem im Mittelgebirge verbreitete Rinderrasse, die auf die Kelten zurückgeht und daher auch als Keltenvieh bezeichnet wird. Es ist ein klassisches Dreinutzungsrind, was bedeutet, dass sowohl Milch, als auch Fleisch genutzt werden kann und die Tiere auch zu Spanndiensten in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt wurden. Seit den 1930er Jahren gingen die Bestände zugunsten leistungsfähiger Rassen zurück, so dass das Höhenvieh 1997 in die Rote Liste der bestandsgefährdeten Haustierrassen aufgenommen wurde (Wikipedia). Durch das Engagement von Naturschützern und Rinderhaltern, vor allem in der Schwalm und im Vogelsberg, konnte das Rote Höhenvieh vom Aussterben bewahrt werden. Heute ist die Rasse nicht mehr gefährdet und wird aufgrund seiner Robustheit vor allem in Naturschutzprojekten und in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt.
Wir möchten dem bisherigen Pächter und seinen Tieren sehr herzlich für sein zurückliegendes Engagement in der Pflege des Gebietes danken, das sich in den letzten 20 Jahren zu einem Kleinod des Naturschutzes entwickelt hat, und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit den neuen Pächtern (Juni 2023).

Highlands in der Aspheaue

Auen und ihre Fließgewässer sind die Lebensadern unserer Landschaft. Ihre Ausprägung wird vom ständigen Wechsel und der Kraft des fließenden Wasser bestimmt. Je vielgestaltiger Bach und Aue sind, desto artenreicher sind die auentypischen Lebensräume.

Noch unreguliert und unverbaut durchfloss die Asphe im 19. Jahrhundert die nasse Grünlandaue zwischen Niederasphe und Amönau. Etwas von diesem unberührten Charakter soll der Asphe durch das Projekt zurückgegeben werden.

Mitte der 1980er Jahre begann die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit dem Ankauf von Grundstücken. Heute sind die Flächen des Projektgebietes im Besitz des Kreises, des NABU, des BUND, der Gemeinde und dreier Privateigentümer. Noch bevor der Flächenerwerb abgeschlossen war, wurden erste Maßnahmen am Gewässer durchgeführt. Diese führten zum Entstehen von gewässertypischen Strukturen und zum Einsetzen einer Eigenentwicklung der Asphe. Im Frühjahr 2006 wurde im Rahmen des pürojektmanagements durch die Agentur der Weidezaun gezogen und noch im gleichen Jahr eine kleine Herde Schottischer Hochlandrinder aufgetrieben. Ab 2007 kamen einige Pferde hinzu. Seit dieser Zeit betreut die Agentur das Projekt im Rahmen der Erfolgskontrolle.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Faltblatt [334 KB] oder den Texten der Info-Stele. [510 KB]

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen